Unser Konzept

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Handball in der Schule – warum und wie?

Wer Handball in der Schule unterrichtet, kann teilweise auf die Grundsätze zurückgreifen, die der Deutsche Handballbund (DHB) schon seit vielen Jahren in seinem Bereich erfolgreich propagiert und mit denen er die engen Grenzen seiner Sportart gewinnbringend überschritten hat. Das vielfältige Spielen mit Hand und Ball und die motorische Vielseitigkeit sind zwei dieser wichtigen Grundsätze. Mit ihnen soll z. B. eine zu frühe Spezialisierung verhindert werden. Vielmehr kommt es darauf an, einen Sportspieler-Typ (einen Allrounder) zu fördern, der seinen Weg im Handball macht, aber möglicherweise auch an anderen Sportarten Gefallen findet und somit dem Sport insgesamt auf lange Sicht nicht verloren geht.

handball_schule_2Diese beiden Grundsätze des variantenreichen Ballspielens und der differenzierten motorischen Förderung müssen erst recht bei einer sinnvollen Vermittlung des Handballspiels in der Schule Anwendung finden.

 

Positive Spielerlebnisse schaffen!

Kleine Spiele mit Hand und Ball sind gerade in den Sportstunden in der Grundschule ein wichtiger Inhaltsbaustein (zum Beispiel im einleitenden Teil einer Sportstunde), um das kreative Spielen mit unterschiedlichen Bällen zu fördern. Sie sorgen für gezielte Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen, stärken das Selbstvertrauen und die Selbstbestätigung und fördern das soziale Verhalten (z.B. Akzeptanz von Spielregeln, gemeinsames Lösen von Aufgaben im Team). Zudem sind sie spannend, bewegungsintensiv und motivierend.

handball_schule_3Jeder kann mitmachen! Unsere Spielesammlung enthält bereits einen umfassenden Fundus verschiedener Spiele. Sie wird von Zeit zu Zeit entsprechend ergänzt.

 

Spielen mit Hand und Ball will
  • koordinativeGrundlagen verbessern

Schulung der Reaktions- und Antizipationsfähigkeit (z. B. richtiges ­„Lesen“ von Spielsituationen), Wahrnehmungs-, Orientierungs- und Anpassungsfähigkeit (z. B. Wahrnehmung von Ball, Mit- und Gegenspielern) sowie der Differenzierungsfähigkeit (z. B. Pässe über unterschiedliche Distanzen).

  • konditionelle Grundlagen verbessern

Verbesserung z. B. der Aktionsschnelligkeit von Teil- und Ganzkörper­bewegungen, der Antrittsschnelligkeit sowie der Sprung- und Wurfkraft.

  • technische Grundfertigkeiten vermitteln

Schulung von Balltechniken (wie Prellen, Werfen und Fangen), die über das Handballspiel hinausgehend Grundlage vielfältiger Spielformen sind.

  • Grundlagen der allgemeinen Spielfähigkeit entwickeln

Entwicklung z. B. der Wahrnehmung im Breiten- und Tiefenraum, des situationsgerechten Handelns in Abhängigkeit vom Verhalten der Mit- und Gegenspieler, der situationsgerechten Anwendung gelernter Techniken.

  • pädagogische Perspektiven berücksichtigen und Sozial­kompetenz steigern

Vielfältige Bewegungserfahrungen vermitteln; Mit- und Gegenspieler lernen zu akzeptieren; kooperieren, wettkämpfen, sich verständigen und lernen, Regeln zu akzeptieren; sich in Mannschaften integrieren; lernen zu gewinnen und zu verlieren, das Leisten erfahren, verstehen, einschätzen.