Hochspannung in den letzten Minuten

Am Samstagabend hatten unsere Damen die zweite Welle aus Marpingen zu Gast. Nach der Pleite im Spiel davor gegen Überherrn wollten wir unbedingt die Punkte zu Hause lassen. Ganz so sollte es aber nicht funktionieren. 

Das Spiel wurde von Vero mit einem Tor für uns eröffnet und erst schien das Spiel auch für uns zu laufen und wir behielten die Führung. In der 18. Minute jedoch gelang den Gästen dann der Ausgleich (6:6) und ab da sahen die Zuschauer ein ganz anderes Spiel von uns. Die Konzentration ließ nach und Hektik kam auf, sodass die Damen aus Marpingen ihren Vorsprung ausbauen konnten und wir mit zwei Toren Rückstand in die Halbzeit gingen (11:13).

In der Kabine erinnerte Max uns wieder an unsere Vorgaben: Ruhig spielen, sichere und klare Aktionen bringen und vor allem hinten in der Abwehr ackern und das Spiel gewinnen.

Mit dieser Ansage im Ohr starteten wir auch wieder gut in die zweite Halbzeit und direkt nach einer anderthalben Minute gelang uns auch der Ausgleich zum 13:13. Die folgenden Minuten waren wieder unser und wir gingen in der 38. Minute mit vier Toren in Führung. Dann aber mal wieder das altbekannte Problem: wir verloren die Nerven. Also mussten die Zuschauer einer erneuten Aufholjagd von Seiten unserer Gäste beobachten, sodass es nur fünf Minuten später 19:19 stand. Bis zum 23:23 in der 49. Minute verlief das Spiel sehr ausgeglichen und ein Torerfolg auf der einen Seite wurde mit einem Tor der anderen Seite beantwortet. Dann wurden jedoch wieder die Nerven verloren – leider mal wieder von uns. So konnten die gegnerischen Damen in der 53. Minute auf drei Tore weg ziehen (24:27). Wenn auch viele in der Halle dachten das Spiel sei verloren – weit gefehlt. Unsere Mädels kämpften sich wieder zurück und lieferten noch eine höchst spannende Schlussphase: von einem 25:28 in der 55. Minute über 26:2 bis zu 27:28 kamen wir Stück für Stück wieder ran. Nach einer Auszeit von Marpingen in der 59. Minute gelang uns dann wieder die Balleroberung und zum Glück das letzte Tor, wodurch wir uns mit einem Unentschieden trennen mussten (28:28).

Rückblickend muss man sagen, dass nach unserem Start und unserem Kampf dieses Unentschieden ein verlorener Punkt war.